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Servicewüste /13 – diesmal die Postbank

Die Postbank schreibt mir einen Brief, dass ich ganz dringend meine Adressdaten abgleichen soll, da ansonsten meine Konten gesperrt würden. Jetzt erinnere ich mich noch an ein Engagement in einem Taschengeldsparbuch, das ich dort in meiner Kindheit hatte und worauf ich im Dorf -als es noch sowas wie ein „Postamt“ gab – immer – brav wie ich damals war – mein Taschengeld eingezahlt habe.

Meine neue Adresse haben die offensichtlich, also muß ich wohl in den letzten 45 Jahren mal irgendwas bei denen gehabt haben – aber meines Wissens ist da nichts mehr. Es ist ein Formular dabei, das ist schonmal kundenfreundlich. Ausgefüllt, eingescannt und an eine Faxnummer (die man aber erst nach Suche im Internet findet) geschickt.

Kommt ein Brief zurück. Meine Änderungen können nur unter Verwendung des beigelegten Formulars, Kundennummer steht bereits drauf, vor Ort unter Vorlage eines gültigen Personalausweises durchgeführt werden. Welche Änderungen denn? Ich habe doch gar keine gemacht. Und wo ist der nächste Ort, wo ich den Personalausweis vorlegen könnte? Das Internet findet eine Filiale, bei der das möglicherweise funktionieren könnte: Gut 25km entfernt. Nein, das ist mir zu blöd. Woanders kann ich mittels Post(!)Ident oder wie das heißt, Kundenbeziehungen beginnen, bei der Post(!)bank gibts kein Post(!)Ident oder ähnliches. Und was, wenn ich gar keinen Personalausweis habe (Personalausweisgesetz §1 (2) )?

Nee, das wird mir zu blöd. Ich nehme also das Formular, schreibe ganz groß „KÜNDIGUNG“ drauf und dass ich hiermit die Geschäftsbeziehung beende. Dazu, dass man mir eine vollständige Konten- und Guthabenübersicht sowie eine Übersicht über die Kündigungsfristen der jeweiligen Konten senden möge. Und dass man mir die Guthaben kostenfrei auf das Konto mit der IBAN DEirgendwas schicken möge.

Die Postbank schreibt per Brief zurück:

Die Postbank schreibt

Und mein Fax mit der IBAN liegt ausgedruckt bei, auf dem groß und deutlich die IBAN zu lesen ist.
Und dem Ausdruck ist zu entnehmen, dass man das Fax

  • erhalten
  • danach – versehen mit einer Referenznummer – eingescannt (die Scanqualität ist … sagen wir: sehr bescheiden)
  • nicht gelesen
  • ausgedruckt und
  • mir zurückgeschickt hat.

Es fehlt nur der Textbaustein „Ihr Fax zu unserer Entlastung zurück“, das bemängele ich.
Also habe ich jetzt eine Kündigungsbestätigung. Das ist schon mal was.
Was ich nicht habe, ist eine Konten- und Guthabenübersicht. Dafür hat die Postbank per Fax jetzt eine Frist, in der sie die Übersichten liefern soll. Der Faxweg funktioniert nachweislich und man bekommt sofort eine Empfangsbestätigung.

Das wird noch lustig. Und vielleicht bin ich nach Ablauf der Kündigungsfrist ja reich. Wer weiss.

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